Bald gibt es bestimmt auch mal wieder einen Post mit mehr Text, bis dahin aber erst einmal ein paar leicht psychotisch dreinblickende Waldtiere:
Samstag, 12. September 2015
Sonntag, 12. Juli 2015
Sonntag, 31. Mai 2015
Zur Abwechslung etwas Kulinarisches
Nachdem es hier in letzter Zeit eher um Textiles und fehlgeschlagene biologische Waffen ging, gibt es endlich wieder etwas Essbares (ganz ohne Risiko) auf dem Butterschaf.
Zwischendurch wurde natürlich der eine oder andere Kuchen gebacken, aber dann habe ich natürlich vergessen Bilder zu machen. So auch beim letzten Loccum-Kuchen (Hiermit lege ich Loccum-Kuchen als offiziellen Namen fest. Bis jetzt haben wir ihn immer Schwabbelkuchen genannt, aber es klingt einfach nicht appetitlich.), für den es aber noch einen extra ausführlichen, extra reich bebilderten Post geben wird (dann wird auch das mit dem Schwabbelkuchen deutlicher). Ich glaube nicht, dass ich zu Hause auf viel Gegenwehr stoßen werden, wenn ich den Kuchen noch einmal backen "muss". Jedenfalls sind dabei ein paar Zitronen übrig geblieben, die es zu verwerten galt.
Auf der Suche nach einem passenden Rezept bin ich ganz schnell bei einem "Lemon Posset" aus meinem Lieblingsbackbuch "British Baking" von Peyton & Byrne gelandet. Ursprünglich (im Mittelalter) war ein Posset ein heißes Milchgetränk, das mit Wein oder Ale zum Stocken gebracht wurde. Mittlerweile wird damit jedoch ein eher Pudding ähnliches Dessert bezeichnet. Die Zutatenliste dafür ist recht übersichtlich: Zucker, Sahne und Zitrone - mehr braucht es nicht.
Von Light-Produkten halte ich ja gewöhnlich nichts, aber in Ermangelung von Double Cream (48% Fettgehalt) musste ich auf gewöhnliche Schlagsahne zurückgreifen. Die genaue Zusammensetzung sieht so aus:
- 250 ml Schlagsahne
- 62 g Zucker
- abgeriebene Schale einer kleinen Zitrone
- ca. 2 1/2 EL Zitronensaft
Sahne, Zucker und Zitronenschale werden werden unter Rühren aufgekocht, bis sich der Zucker komplett gelöst hat. Danach soll die Mischung noch 2 Minuten sanft köcheln. Bei anderen Rezepten soll die Sahne richtig aufkochen (also mit Blubberblasen, Aufschäumen und was dazu gehört), damit möglichst viel Flüssigkeit verdampft und die Masse fester wird. Macht Sinn, das werde ich dann wohl beim nächsten Mal ausprobieren.
Anschließend geht es hiermit weiter - Gläser, Zitronensaft und Sieb.
Nachdem die Sahne sanft vor sich hingeköchelt hat, wird sie vom Herd genommen und der Zitronensaft eingerührt. Ich habe etwas mehr genommen, als im Rezept angegeben war, da ich damit gerechnet hatte, dass sich die Masse sofort verdicken würde, sich nach der ursprünglichen Menge von ca. anderthalb Esslöffeln aber kein Unterschied erkennen ließ. Dem Geschmack hat es aber nichts geschadet.
Zum Schluss wird die Sahne durch ein Sieb gegeben und in passende Gläser oder Schälchen gefüllt. Gereicht hat es dann genau für die beiden Weingläser.
Nach gut vier Stunden im Kühlschrank hat sich die anfangs noch flüssige Masse tatsächlich in eine herrlich cremige Mousse verwandelt, deren traumhaft samtige Textur ich leider nicht mit meinen stümperhaften Fotografiekünsten einfangen konnte (aber man kann erkennen, dass sie nicht vom Löffel läuft):
Fazit: Definitiv eine Wiederholung wert. Einziges Manko: Unten im Glas hat sich etwas Flüssigkeit gesammelt. Vielleicht lässt sich durch das oben erwähnte stärkere Kochen vermeiden. Vom Geschmack her erinnert es sehr stark an Lemon Curd. Dank des frischen Zitronengeschmacks merkt man gar nicht, dass man einen halben Becher Sahne gegessen hat. Laut dem besten Ehemann von allen fehlt noch etwas Keksartiges dazu - das lässt sich wohl einrichten.
Bis dahin!
Dienstag, 19. Mai 2015
Goldene Glitzer-GIF
In der Hoffnung, dass die Post mittlerweile in Berlin angekommen ist und ich hiermit keine Geburtstagsüberraschung mehr verderben kann, kommt hier nun endlich das Ergebnis meines güldenen Stickprojektes:
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| Das Stickprojekt und seine Inspiration |
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Wie sich zum Schluss gezeigt hat, hätte ich mir gar nicht die Mühe machen müssen, den Rand zu versäubern, da es am einfachsten (und wahrscheinlich auch am ordentlichsten) war, den Rand knappkantig abzuschneiden und einfach festzukleben. Damit die Rückseite trotzdem noch ein bisschen hübscher aussieht, habe ich sie noch mit Filz beklebt, aber davon habe ich natürlich vergessen, ein Bild zu machen.
Das soll es ohne viel Worte dazu auch gewesen sein. Es war sehr viel Gold, sehr viele Kreuzstiche und sehr viele goldene Fitzelchen, die im Wohnzimmer durch die Gegend geflogen sind.
Jetzt wird erst einmal wieder gestrickt und gehäkelt...
Sonntag, 3. Mai 2015
Zwischenstand Projekt Wemiwo
Was als ehrgeiziger Vorsatz begann und auch erste Erfolge verbuchen konnte, ist in den letzten Wochen etwas ins Stocken geraten.
In meiner Ravelry-Queue sammelten sich zwar immer mehr Projekte, mit denen ich meinen Vorrat hätte abbauen können, aber auch solche, für die ich nicht das passende Garn gehabt hätte. Gleichzeitig gelangten auch immer mal wieder ein paar Knäuel mit nach Hause. Die Kisten waren jedoch alle komplett belegt, sodass sich das Garn in Beuteln am Schreibtischstuhl sammelte. Auch mein selbst gewähltes Schlupfloch war meinem Vorhaben nicht gerade zuträglich. Und dann sind da auch noch diese verdammten Super Sales...
Kurzum, Projekt Wemiwo stand kurz vor dem Scheitern. Damit aber mein Neujahrsvorsatz nicht gänzlich umsonst war, hieß es vor der kommenden Wollbestellung nächste Woche (ich sag's ja: Super Sales...) noch einmal groß aussortieren. Und die Ausbeute war nicht schlecht.
Bei der aktuellen Aussortieraktion ist nun auch Garn rausgeflogen, dass ich schon einige Zeit für bestimmte Projekte fest eingeplant hatte. Da sich aber bei keinem dieser Projekte trotz vorhandenem Material sowie Anleitung ein Fortschritt erkennen ließ (soll heißen, ich hab gar nicht mit ihnen angefangen, sondern stattdessen andere Projekte vorgeschoben), hieß es Abschied nehmen.
Zusammengestellt in verschiedenen Wollpaketen habe ich bei ebay.kleinanzeigen nun sechs Anzeigen offen, die mich von ca. 8200 m/2554 g/51,7 Knäueln Garn befreien sollen. Das klingt doch nach was und lenkt ein bisschen von der Tatsache ab, dass ich gestern sechs neue Kisten gekauft habe und wir nächste Woche wieder eine Sammelbestellung im Büro aufgeben wollen.
Zwischenfazit: Hm... Ich hatte zwarein paar einige mehrere schwache Momente beim Garnkauf (wer sagt zu Pink und Pailletten schon Nein) und ich baue das bereits vorhandene Garn nicht so schnell ab, wie ich erhofft hatte, aber ich gebe Projekt Wemiwo noch nicht ganz auf. Solange ich mich auch immer mal wieder von ein paar Knäueln trennen kann, sehe ich noch Hoffnung!
Bis dahin also!
In meiner Ravelry-Queue sammelten sich zwar immer mehr Projekte, mit denen ich meinen Vorrat hätte abbauen können, aber auch solche, für die ich nicht das passende Garn gehabt hätte. Gleichzeitig gelangten auch immer mal wieder ein paar Knäuel mit nach Hause. Die Kisten waren jedoch alle komplett belegt, sodass sich das Garn in Beuteln am Schreibtischstuhl sammelte. Auch mein selbst gewähltes Schlupfloch war meinem Vorhaben nicht gerade zuträglich. Und dann sind da auch noch diese verdammten Super Sales...
Kurzum, Projekt Wemiwo stand kurz vor dem Scheitern. Damit aber mein Neujahrsvorsatz nicht gänzlich umsonst war, hieß es vor der kommenden Wollbestellung nächste Woche (ich sag's ja: Super Sales...) noch einmal groß aussortieren. Und die Ausbeute war nicht schlecht.
Bei der aktuellen Aussortieraktion ist nun auch Garn rausgeflogen, dass ich schon einige Zeit für bestimmte Projekte fest eingeplant hatte. Da sich aber bei keinem dieser Projekte trotz vorhandenem Material sowie Anleitung ein Fortschritt erkennen ließ (soll heißen, ich hab gar nicht mit ihnen angefangen, sondern stattdessen andere Projekte vorgeschoben), hieß es Abschied nehmen.
Zusammengestellt in verschiedenen Wollpaketen habe ich bei ebay.kleinanzeigen nun sechs Anzeigen offen, die mich von ca. 8200 m/2554 g/51,7 Knäueln Garn befreien sollen. Das klingt doch nach was und lenkt ein bisschen von der Tatsache ab, dass ich gestern sechs neue Kisten gekauft habe und wir nächste Woche wieder eine Sammelbestellung im Büro aufgeben wollen.
Zwischenfazit: Hm... Ich hatte zwar
Bis dahin also!
Montag, 23. März 2015
Operation Schlumpfleder
Sie begann vielversprechend und doch mündete "Operation Schlumpfleder" schließlich wenig erfolgreich. Aus der blau gefärbten Essig-Tee-Mixtur und der Kombucha-Kultur ist zwar durchaus ein gewebeartiges Etwas entstanden, doch konnte das Endresultat wenig überzeugen.
So sah das ganze zwei Tage nach Beginn am 01.03. aus:
So sah das ganze zwei Tage nach Beginn am 01.03. aus:
| Erste Fäden von was auch immer sind zu erkennen und es blubbert ein bisschen. |
Schon nach kurzer Zeit musste jedoch die Handtuchabdeckung weichen. Nicht nur, weil sie mir natürlich halb reingefallen ist, sondern weil eine offen stehende Schale mit Essig nun mal Essiggeruch verströmt, der im Laufe der Zeit (die Bakterien sollten mindestens drei Wochen lang wachsen) sicherlich noch einen ausgeprägteren Charakter entwickelt hätte. Da die Kuchenabdeckungen jedoch einen Hauch zu klein waren, musste schließlich eine umgedrehte Plastikbox herhalten.
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| Ein Tellerchen mit Kaffeepulver sollte später noch als Geruchskiller dienen. |
Die Abdeckung wurde zweimal am Tag geöffnet, damit die Bakterien ein wenig frische Luft schnuppern konnten und der Deckel durch die sich entwickelnden Gärgase nicht raketenartig in die Luft geschossen wurde.
In seiner kleinen Biosphäre entwickelte sich Lennard das Leder (danke Carina für diesen inoffiziellen Projektnamen) munter vor sich hin. Von der "Mutterkultur" ging das faserähnliche Gedöns aus, das sich an der Oberfläche langsam zu einer geschlossenen, zart himmelblauen Schicht verband. Werden Schlümpfe eigentlich lila, wenn sie einen Sonnenbrand bekommen?
Vielleicht habe ich jedoch an dieser Stelle das Experiment negativ beeinflusst, denn ich habe die Gewebematte hin und wieder mit einem Holzstöckchen angestupst und wieder unter die Oberfläche gedrückt, um die darunterliegenden Luftblasen zu entfernen. Auf der zunächst glatten Oberfläche drückte sich nach einigen Tagen die Mutterkultur durch, sodass in der Mitte eine unregelmäßige Kreisform entstand. Ich hoffte, dass diese durch das Trocknen vielleicht wieder verschwinden würde.
Theoretisch hätte Lennard mindestens bis zum vergangenen Samstag, den 21.03., wachsen sollen, besser sogar noch eine Woche länger, doch ich fand, dass seine Zeit bereits am 18.03. gekommen war:
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| Zum Glück hat es uns nicht im Schlaf getötet und verspeist. |
Nach drei bis vier Wochen in ihrer Ursuppe hätte die Gewebematte ca. 2 cm dick sein sollen, was sie zumindest am Rand und in der unschönen Mitte war. Nun hieß es, das glibberige Etwas gründlich zu waschen. Nachdem der Essigsud weggekippt war und das Teeleder seinen ersten Waschgang durchlaufen hatte, fiel mir daran auch kein starker Essiggeruch mehr auf, aber vielleicht haben meine Geruchssensoren nach diesem Overkill auch einfach abgeschaltet.
Auf einem Holzbrett hätte Lennard dann in dieser Form trocknen sollen:
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| Äh, joah... Na ja... |
Hätten die Schlümpfe ihren eigenen Dr. Frankenstein gehabt, hätte der sicher was damit anfangen können. Wie ganz gut zu erkennen ist, ist das Teeleder am Rand sehr viel dicker und wirft zudem Blasen. Die einzelnen Schichten, die in der Schale durch ihre unterschiedlich starke Blaufärbung erkennbar waren, waren leider nicht auf der gesamten Fläche miteinander verbunden, sodass Lennard sein tragisches Ende schließlich als zerrupfter Fetzen fand:
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| Nee, nicht wirklich... |
Vielleicht hätte sich Lennard ohne Ostereierfarbe oder Anstupsen besser entwickelt, aber selbst wenn ich ein ebenmäßiges Stück Schlumpfleder erhalten hätte, überzeugt mich dieses neue Material nicht wirklich. Es gehört nicht unbedingt zu den praktischen Eigenschaften eines Kleidungsstück, wenn es sich beim Kontakt mit Flüssigkeit sofort vollsaugt und auf ein Vielfaches der Materialstärke anwächst. Und auch der Menschenhaut-Look ist zumindest für mich nicht wirklich das Wahre.
Die Akte Lennard wird deshalb endgültig geschlossen und die Operation Schlumpfleder als Fehlschlag eingestuft.
Der beste Ehemann von allen fragt sich bereits, wann ich mein nächstes Experiment starte. In den kommenden Wochen werde ich mich jedoch erst einmal wieder dem Cape und meinem Glitzer-Stickprojekt widmen. Dann ist ja auch schon bald wieder Ostern, für das ich mir bereits eine kleine Überraschung überlegt habe. Ich sage nur so viel: Es wird gülden...
Bis dahin!
Mittwoch, 4. März 2015
Und da war sie weg...
Schneller als gedacht verabschiedet sich dieser Haufen Knäuel heute aus meinem Vorrat:
14 Knäuel mit insgesamt 1300 g und 5370 m Lauflänge – nach nicht einmal 12 Stunden auf ebay-Kleinanzeigen hatte das Komplettpaket schon einen Abnehmer gefunden.
Und wieder ist eine Kiste frei...
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